Essbare Wildkräuter – eine vitaminreiche Bereicherung des Speiseplans

Essbare Wildkräuter sind krautige und nicht-kultivierte Pflanzen, die in der freien Natur auf Wiesen, an Feldrändern oder auch im Wald zu finden sind. Im Vergleich zu gezüchteten Kräutern wie Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum enthalten essbare Wildkräuter viel mehr Vitamine, Aromen und Mineralstoffe, weshalb sie so wertvoll für die Ernährung sind.

Ein großer Teil der Wildkräuter kann in Tees, Salaten, Gemüse und auch beim Kochen verschiedenster Gerichte eingesetzt werden. Manche Wildkräuter werden aufgrund ihrer Inhaltstoffe zur Herstellung von Arzneien verwendet.

Die Gefahr, essbare Wildkräuter mit giftigen Pflanzen zu verwechseln besteht, daher soll dieser Artikel eine kleine Orientierung darüber geben, was essbare Wildkräuter sind, wo man sie findet und wie man sie erkennen kann.

 

Die 10 beliebtesten Wildkräuter

  • Bärlauch
    Bärlauch

    Bärlauch ist eines der beliebtesten Wildkräuter, nicht zuletzt wegen seines knoblauchähnlichen Aromas. Er wird auch wilder Lauch genannt und kann leicht mit anderen giftigen Pflanzen verwechselt werden. Die Bärlauchpflanze erreicht einen Wuchs von ca. 20 cm, hat eine sehr schlanke, längliche Zwiebel und einen dreikantigen und nur am Ansatz beblätterten Stängel. Der Bärlauch duftet lauchartig und blüht von April bis Mai. Die Bärlauchpflanzen sind in Süddeutschland verbreiteter als im Norden und kommen ansonsten in fast allen Teilen Europas vor. Zwar ist die Pflanze komplett essbar, meist werden jedoch nur die Blätter verzehrt, zum Beispiel als Gewürz in Dips oder in einer selbst hergestellten Kräuterbutter. Abbildung: (c) Photonz – fotolia.com

  • Giersch
    Giersch

    Der Giersch wird bereits seit Jahrhunderten zur Schmerzlinderung bei Gicht und Rheuma verwendet, weshalb die Pflanze auch Ziegenkraut, Dreiblatt oder Geißfuß genannt wird. Seine Blätter sehen dem Hollerbusch sehr ähnlich. Im Garten gilt Giersch bis heute als Unkraut, weil er sich wuchernd ausbreitet und sich auch nur schwer bekämpfen lässt. Die Giersch-Pflanze wird zwischen 30 und 100 cm hoch und besitzt einen kantigen Stängel. Sie blüht von Juni bis Juli und hat doldige Blütenstände, die kleine weiße Blüten aufweisen. Giersch schmeckt besonders als Gemüse oder als Salat sehr gut, wobei der Geschmack ein wenig an Petersilie und auch an Spinat erinnern kann. Abbildung: (c) Marem – fotolia.com

  • Löwenzahn
    Löwenzahn

    Der Löwenzahn erreicht einen Wuchs zwischen 10 cm und 30 cm und enthält in allen Pflanzenteilen den weißen Milchsaft. Die Hauptblütezeit ist zwischen April und Mai, wobei vereinzelte Pflanzen es schaffen, bis in den Herbst hinein zu blühen. Die Pflanze passt sich ihren jeweiligen Standorten an und produziert je nach Gegebenheit unterschiedlich lange Blütenstandstiele. Aus den gelben Löwenzahnblüten können hervorragende Sirups oder Brotaufstriche hergestellt werden. Früher wurde die Wurzel der Pflanze getrocknet, so dass man in der Nachkriegszeit einen Kaffeeersatz daraus produziert hat. Auch im Salat schmecken die jungen, leicht bitteren Löwenzahnblätter sehr gut. Der Löwenzahn ist damit das am häufigsten verwendete Kraut in der Rubrik “Essbare Wildkräuter”. Abbildung: (c) AGITA LEIMANE – fotolia.com

  • Sauerampfer
    Sauerampfer

    Der Sauerampfer gehört zur der Familie der Knöterichgewächse. Er liebt Böden, die nährstoffreich und lehmig sind. Von Mai bis August erstreckt sich die Blütezeit des Sauerampfers, der in der Wuchshöhe zwischen 30 und 100 cm hoch werden kann. Die Samen des Sauerampfers können mehrere Jahre im Boden überleben und bleiben in der Gülle keimfrei. Dies führt dazu, dass er sich in Massen ausbreiten und andere Gräser, die als Futtermittel gedacht waren, verdrängen kann. Man kann den Sauerampfer, der sehr viel Vitamin C beinhaltet, als Wildgemüse gekocht oder roh servieren. Der Genuss von zu großen Mengen kann jedoch insbesondere bei Kindern zu Oxalatvergiftungen führen (Erbrechen, ausgeprägte Diarrhöen, Kreislaufschwäche). Abbildung: (c) petrabarz – fotolia.com

  • Brennessel
    Brennessel

    Die Brennnessel ist eine einjährige Pflanze die zwischen 10 und 300 cm hoch wachsen kann. Die Pflanze ist mit Brenn und Borstenhaaren besetzt, die bei Berührung mit der menschlichen Haut brennende Schwellungen und Quaddeln entstehen lassen. Dieser Mechanismus schützt die Pflanze vor Feinden. Trotz dieser Eigenschaften fällt sie in die Kategorie “Essbare Wildkräuter”. Die übliche Zubereitung der Brennnessel erfolgt als Alternative zum Spinat, als Tee oder als Salat. Abbildung: (c) Thomas Otto – fotolia.com

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  • Beifuß
    Beifuß

    Die Wuchshöhe dieser Pflanze beträgt zwischen 60 cm und 2 m, die Stängel sind wenig behaart und die Blattoberseite hat eine grüne Färbung. Aufgrund der Behaarung ist die Blattunterseite grau-weiß eingefärbt. Der Beifuß blüht von Juli bis September und wird in der Küche als Würzbeilage zu schweren, fettigen Gerichten verwendet. Bei der Ernte im Spätherbst werden die oberen Triebspitzen abgeschnitten, wobei darauf geachtet werden muss, dass die Blütenkörbe geschlossen sind. Wenn diese geöffnet sind, bekommen die Blätter einen bitteren Geschmack und können nicht mehr zum Würzen verwendet werden. Abbildung: (c) Gerhard Seybert – fotolia.com

  • Huflattich
    Huflattich

    Die Huflattich-Blüten haben einen leicht honigartigen Geruch. Die Pflanze blüht zwischen Februar und April und wird von Bienen, Schmetterlingen und Käfern bestäubt. Die Laubblätter des Huflattichs sind huf- oder herzförmig und erreichen eine Breite von 10 bis 20 cm. Huflattich wird vor allem bei Hustenreiz und zur Schleimlösung eingesetzt. Wie man an diesem Beispiel sieht, finden einige essbare Wildkräuter auch als natürliche Heilmittel Verwendung. Abbildung: (c) emer – fotolia.com

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  • Sauerklee
    Sauerklee

    Die Sauerklee-Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von ca. 7 – 15 cm. Man erkennt das Wildkraut an den kleeähnlichen, weißen Kronblättern mit feinen violetten Blattadern. Von April bis Mai kann man den Sauerklee hauptsächlich in Wäldern blühend finden. Abbildung: (c) JWS – fotolia.com

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  • Schafgarbe
    Schafgarbe

    Diese Pflanze ist eine Heilpflanze, die besonders bei Frauenleiden zur Linderung von Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden kann.
    Man findet sie an Wegrändern und auf Wiesen, in der Sammelzeit von April bis August. Aus getrockneter Schafgarbe lässt sich ein Tee herstellen, der z.B. bei Magenbeschwerden und Appetitlosigkeit helfen kann. Abbildung: (c) Lachgeist – fotolia.com

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  • Wegerich
    Wegerich

    Der Wegerich ist an Waldrändern, Wegen und auf Wiesen zu finden, wächst bis zu einer Höhe von 30 cm und blüht zwischen Mai und September. Auf den Blättern befinden sich kleine Adern, die Blüte wird bis zu 6 cm lang. Aus den Blättern wird der Wegerich-Sirup zubereitet, der zur Entschlackung, Reinigung und bei Durchfall eingenommen wird. Abbildung: (c) K. Palvinskiy – fotolia.com

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Bitte beachten Sie: Häufig werden essbare Wildkräuter mit ähnlich aussehenden giftigen Pflanzen verwechselt. Eine genaue Bestimmung ist daher vor Verzehr unabdingbar. Im Zweifel sollte man auf den Verzehr der Pflanze verzichten.

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